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Eulensammlung im Hotel Hof von Hannover

Wer den Hof von Hannover kennt, braucht „keine Eulen nach Athen zu tragen“.

Er kann sie bei Christel Wagner im Hotel von Hannover abliefern, vorausgesetzt allerdings, dass es sich um Vögel aus Metall, Porzellan, Silber, Holz, Wachs oder sonstigen Materialien handelt.

Als Christel Wagner sechs Jahre alt war, bekam sie den ersten „Vogel der Weisheit“ geschenkt.

Ihre Großmutter, die das ausgefallene Hobby ihrer Enkelin liebevoll unterstützte,erzählte ihr interessante,

ja manchmal etwas gruselige Geschichten über die durch den Mäusefang nützlichen Nachtjäger mit dem großen Hakenschnabel.

Im Laufe der Jahre wuchs die Sammlung mehr und mehr. Zum Geburtstag, zu Weihnachten, immer gab es Eulen.

Verwandte, Bekannte und auch die eigenen Kinder brauchten sich nicht den Kopf zu zerbrechen, wenn sie ein geeignetes Geschenk suchten.

Heute kann Christel Wagner etwa 1800 Exemplare ihr eigen nennen.

Christel Wagner kennt sie alle. Sie braucht nicht erst in einem Katalog zu blättern, den es übrigens auch gar nicht gibt.

Sie weiß genau, wenn ihr eine Eule angeboten wird, ob sie das Stück bereits besitzt oder nicht.

Die Sammlung ist in großen Vitrinen untergebracht.

Konnte der Gast sie früher auf Langeoog bewundern, muss er heute zu dem Hotel Hof von Hannover an der Bundesstraße Wittmund-Aurich am Wittmunder Wald fahren.

Die Eulen, die nach dem jeweils verwendeten Material geordnet sind, sind zwischen zwei und dreißig Zentimeter groß.

Es sind Eulen aus allen Teilen der Welt. Einigen sieht man quasi an der Schnabel spitze an woher sie stammen.

Dort steht eine eine kleine Eule aus Bernstein, die sicherlich im Ostseeraum entstanden ist.

Auch das Exponat aus Mexiko ist unverkennbar durch seine Bemalung.

Eine Eule ist aus dem Stein hergestellt, an dem in Venezuela fleißige Hausfrauen ihre Wäsche zu waschen pflegen.

Es ist ein bunter Reigen von Eulen, der da im Hof von Hannover zu sehen ist.

Man erkennt Kunststile und -richtungen und stellt fest, dass in der künstlerischen Darstellung Eule absolut nicht gleich Eule ist.

Christel Wagner kann zu vielen ihrer Sammelstücke kleine Geschichten erzählen. Sie lacht: „In Orlando, in Florida, habe ich mal eine Eule gekauft, die ich leider nicht gleich mitnehmen konnte.

Als sie dann per Paket bei uns ankam – wir hatten kaum noch damit gerechnet – da musste ich mehr Zoll bezahlen als die Eule gekostet hat.“

Aber sie hat damals gern die Gebühr entrichtet, hatte sie ihrer wertvollen Sammlung damit doch ein schönes Stück aus Zinn hinzugefügt.

Hoffen wir, dass die Wagnersche Sammlung noch um manchen bemerkenswerten Vogel bereichert wird.

Mann kann also noch Eulen nach Wittmund tragen im Gegensatz zum antiken Athen,

das zwar die Eule als Lieblingsvogel der griechischen Göttin Athens seinem Wappen führte, das aber in der Natur bereits fast ausgestorben ist.